Ratgeber

3 min Lesezeit

Abrissarbeiten im Innenbereich was erlaubt ist und worauf man achten muss

Sicherer Rückbau ohne Schäden an angrenzenden Bauteilen.

Professioneller Innenabriss durch Fachbetrieb in Kassel mit Schutzmaske und Staubkontrolle
Professioneller Innenabriss durch Fachbetrieb in Kassel mit Schutzmaske und Staubkontrolle
Professioneller Innenabriss durch Fachbetrieb in Kassel mit Schutzmaske und Staubkontrolle

24.08.2023

24.08.2023

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Einleitung
Abrissarbeiten im Innenbereich gehören bei vielen Renovierungen und Umbauten dazu. Ob alte Wände entfernt, Böden zurückgebaut oder Decken geöffnet werden – fast jedes Sanierungsprojekt beginnt mit einem fachgerechten Rückbau.
Doch Vorsicht: Nicht jede Wand darf einfach abgerissen werden. Fehler beim Innenabriss können zu statischen Problemen, Bauschäden oder hohen Folgekosten führen. Auch Staub, Lärm und Entsorgung sind wichtige Themen, die oft unterschätzt werden.
In diesem Beitrag erfahren Sie, was im Innenbereich erlaubt ist, welche Risiken bestehen und worauf Sie bei Abrissarbeiten unbedingt achten sollten.
1) Tragende oder nicht tragende Wände – der wichtigste Unterschied
Bevor überhaupt mit dem Abriss begonnen wird, muss geklärt werden, ob eine Wand tragend ist.
Nicht tragende Wände
Diese dienen nur der Raumaufteilung und können in vielen Fällen entfernt werden.
Typisch:
  • leichte Trennwände
  • Trockenbauwände
  • dünne Ziegel- oder Gipswände
Tragende Wände
Diese tragen Lasten aus Decken, Dach oder oberen Stockwerken.
Typisch:
  • massive Beton- oder Stahlbetonwände
  • dicke Mauerwerkswände
  • Wände im Gebäudekern
⚠️ Wichtig:
Das Entfernen tragender Wände ist genehmigungspflichtig und nur mit statischem Nachweis erlaubt. Ohne Fachplanung drohen schwere Gebäudeschäden.
2) Genehmigungen und rechtliche Vorgaben
Nicht jeder Innenabriss ist automatisch erlaubt. Je nach Gebäude gelten unterschiedliche Vorschriften.
Wann eine Genehmigung nötig ist
  • bei Eingriffen in tragende Bauteile
  • bei Veränderungen an der Gebäudestruktur
  • bei denkmalgeschützten Gebäuden
  • bei größeren Umbauten in Mehrfamilienhäusern
In Mietwohnungen
Mieter dürfen keine tragenden Bauteile oder festen Einbauten ohne Zustimmung des Vermieters entfernen.
Eigentumswohnungen
Hier ist oft die Zustimmung der Eigentümergemeinschaft notwendig, vor allem bei tragenden Teilen.
Profi-Tipp:
Im Zweifel lieber vorher klären – Genehmigungen nachträglich einzuholen ist meist teuer.
3) Leitungen und Installationen vor dem Abriss prüfen
Ein häufiger Fehler: Wände werden geöffnet, ohne zu wissen, was dahinter verläuft.
Mögliche Gefahren:
  • Stromleitungen
  • Wasser- und Abwasserrohre
  • Heizungsleitungen
  • Lüftungskanäle
Wird hier unachtsam gearbeitet, drohen:
❌ Wasserschäden
❌ Stromausfälle
❌ Kurzschlüsse
❌ hohe Reparaturkosten
Deshalb gilt:
Vor dem Abriss immer prüfen lassen, wo Leitungen verlaufen – besonders im Altbau.
4) Staubschutz und Schutzmaßnahmen richtig umsetzen
Abrissarbeiten erzeugen große Mengen an Staub und Schmutz. Ohne Schutz breitet sich dieser im gesamten Gebäude aus.
Wichtige Maßnahmen:
  • Abkleben von Türen und Durchgängen
  • Staubschutzwände einsetzen
  • Schutzfolien auf Böden
  • Möbel abdecken oder auslagern
  • Absaugung mit Bausauger
Profi-Wissen:
Feiner Baustaub setzt sich in Elektronik, Lüftungen und Möbeln fest – und ist später kaum vollständig zu entfernen.
5) Gesundheits- und Arbeitsschutz beachten
Beim Rückbau entstehen nicht nur Staub und Lärm, sondern auch gesundheitliche Risiken.
Mögliche Gefahren:
  • Quarzstaub
  • alte Dämmstoffe
  • Schimmelreste
  • Schadstoffe in Altmaterialien
  • scharfe Kanten und Splitter
Schutzmaßnahmen:
✔ Atemschutz
✔ Schutzbrille
✔ Handschuhe
✔ Gehörschutz
✔ Sicherheitsschuhe
Gerade bei Altbauten vor 1990 sollte besonders vorsichtig gearbeitet werden, da dort teilweise problematische Materialien verbaut wurden.
6) Fachgerechte Entsorgung von Bauschutt
Abriss bedeutet immer: Entsorgung. Und die ist gesetzlich geregelt.
Typische Abfallarten:
  • Bauschutt (Ziegel, Beton, Fliesen)
  • Gipskarton
  • Holz
  • Metall
  • Dämmstoffe
  • Mischabfall
Diese dürfen nicht einfach zusammen entsorgt werden. Falsche Trennung kann hohe Zusatzkosten verursachen.
Profi-Tipp:
Mit Containern und sortenreiner Trennung lassen sich Entsorgungskosten deutlich senken.
7) Warum professionelle Abrissarbeiten langfristig günstiger sind
Viele denken: „Das mache ich selbst, das spart Geld.“
In der Praxis ist das oft ein Trugschluss.
Typische Folgekosten bei Eigenabriss:
❌ beschädigte Leitungen
❌ instabile Wände
❌ Schimmelprobleme
❌ aufwendige Nachbesserungen
❌ verzögerte Bauzeiten
Ein Fachbetrieb sorgt für:
✅ sichere Planung
✅ kontrollierten Rückbau
✅ saubere Baustelle
✅ fachgerechte Entsorgung
✅ reibungslosen Ablauf
Am Ende spart das Zeit, Nerven und meist auch Geld.
8) Checkliste: Darauf sollten Sie vor dem Innenabriss achten
Bevor es losgeht, prüfen Sie:
✅ Ist die Wand tragend oder nicht?
✅ Sind Genehmigungen erforderlich?
✅ Sind alle Leitungen bekannt?
✅ Ist Staubschutz eingerichtet?
✅ Gibt es passende Entsorgungsmöglichkeiten?
✅ Sind Schutzmaßnahmen vorhanden?
Wenn mehrere Punkte offen sind, sollte ein Fachbetrieb hinzugezogen werden.
Fazit
Abrissarbeiten im Innenbereich sind mehr als „Wand weg – fertig“. Sie erfordern Planung, Fachwissen und saubere Ausführung. Wer unvorbereitet vorgeht, riskiert Schäden und hohe Kosten.
Mit professionellem Rückbau schaffen Sie eine sichere Basis für den weiteren Ausbau – und vermeiden böse Überraschungen.
Wenn Sie Abrissarbeiten im Raum Kassel planen, unterstützen wir Sie von der Planung über den Rückbau bis zur Entsorgung – zuverlässig und fachgerecht.
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